Moos aus dem Rasen entfernen

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Sicher haben Sie selbst schon erlebt, dass sich in Ihrem Rasen Moos gebildet hat. Rasenflächen sind oft von Moos befallen. Das ist nicht nur schlecht für das Graswachstum, sondern sieht auch hässlich aus. Hier erfahren Sie, wie Sie Moos aus dem Rasen entfernen und Moosbildung schon im Vorfeld vermeiden können.
  1. Ursachen für die Moosbildung

    Moos kommt häufig auf Rasenflächen vor und ist sehr ärgerlich. Echte Probleme gibt es dann, wenn das Moos überhandnimmt und das Gras verdrängt. Für die Moosbildung gibt es verschiedene Gründe: zu saure Erde (geringer pH-Wert), zu feuchte Erde, unfruchtbarer Boden sowie zu kurz geschnittenes Gras.
  2. Warum sollte Moos entfernt werden?

    Wenn Sie einen ansprechend grünen Rasen mit schönem Graswuchs haben möchten, müssen Sie das Moos entfernen und dafür sorgen, dass sich kein neues mehr bildet. So gelangen mehr Licht und Sauerstoff an das Gras. Die Graswurzeln können außerdem besser Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen, was sich positiv auf die Gesundheit Ihres Rasens auswirkt.
  3. Wann sollten Sie Moos entfernen?

    Im Laufe eines Jahres gibt es zwei Hauptwachstumsperioden für Gras: einmal im Frühjahr (April/Mai) und einmal im Herbst (September/Oktober). Wenn Sie das Moos vor diesen Wachstumsperioden entfernen, kann sich das Gras erholen, wenn es wächst. Je nach Zustand des Grases kann Moos ein- oder zweimal pro Jahr aus dem Rasen entfernt werden. Wenn sich nach dem Entfernen im Laufe des Jahres viel neues Moos bildet, können Sie es noch ein zweites Mal entfernen. Wenn Sie Moos nur einmal pro Jahr entfernen, sollten Sie das am besten im April tun.

    Entfernen Sie das Moos unbedingt an einem trockenen Tag, da es dann nicht so stark am Gras anhaftet. Wenn das Frühjahr schon eher anbricht, können Sie das Moos im März entfernen. Behalten Sie das Wetter im Blick.

  4. Schritt 1: Sämtliches Laub und jeglichen weiteren Detritus vom Rasen entfernen

    Entfernen Sie zunächst das Laub und anderen Detritus, wie Zweige, von Ihrem Rasen. Mit einem Laubbläser ist das schnell erledigt. Neben (gefallenem) Laub saugt ein Laubsauger auch kleine Gartenabfälle auf und mulcht sie. Sie werden in einem Sack aufgefangen, sodass sie sich mühelos entsorgen lassen.
  5. Schritt 2: Rasen mähen

    Mähen Sie den Rasen, wenn er beginnt zu wachsen, auf eine Höhe von 2–3 cm. Wenn das Gras noch nicht richtig gewachsen ist, brauchen Sie nicht zu mähen.
  6. Schritt 3: Moos oder Unkraut entfernen

    Entfernen Sie das Moos mit einem speziellen Vertikutierer oder Rasenlüfter. Mit einem Rasenlüfter lässt sich das Moos problemlos aus dem Rasen entfernen. Rechen Sie dann einfach das Moos zusammen, und entsorgen Sie es anschließend. An manchen Stellen lässt sich Moos schwerer entfernen. Sie können den Rasenlüfter dort zweimal einsetzen, erst in einer Richtung und dann im rechten Winkel dazu.
  7. Schritt 4: Säen

    Nach dem Entfernen bleiben manchmal dort, wo vorher viel Moos gewachsen ist, leere Stellen auf dem Rasen zurück. Dort können Sie Grassamen aussäen. Gras keimt bei nicht allzu hohen Temperaturen am besten. Halten Sie den Rasen feucht, bis der Grassamen keimt. Betreten Sie frisch keimende Grashalme nicht, da diese leicht Schaden nehmen können. Denken Sie daran, dass Vögel Grassamen lieben. Um sie zu verscheuchen, können Sie an verschiedenen Stellen auf dem Rasen Stöcke mit einem Stück Aluminiumfolie daran aufstellen.
  8. Schritt 5: Kalkdüngung (Winter)

    Der Säuregehalt des Bodens – der pH-Wert – ist ein sehr wichtiger Faktor für das Graswachstum. Im Gartencenter erhalten Sie einen Bodenprobensatz.

    Bei einem zu niedrigen pH-Wert kann das Gras nicht alle notwendigen Nährstoffe aufnehmen und wächst dann langsamer. So kann Moos zwischen dem Gras wachsen. Durch eine Kalkdüngung erhöht sich der pH-Wert des Bodens, wodurch sein Säuregehalt abnimmt. Verwenden Sie Spezialkalk für Rasen, und verteilen Sie diesen bei Wintereinbruch gleichmäßig. Dies können Sie in der Mitte des Winters nochmals wiederholen. Das geht sogar noch, wenn Schnee liegt. Der Kalk dringt in den Boden ein, wenn der Schnee schmilzt.

  9. Schritt 6: Düngung

    Jeder Rasen braucht Nährstoffe. Deshalb sollten Sie rund 6 Wochen nach der Kalkdüngung noch Dünger auf den Rasen geben. Damit schützen Sie ihn zusätzlich vor Krankheitsbefall, das Gras erholt sich schneller, und Sie bekommen einen gesünderen, grüneren Rasen. Durch den dichteren Graswuchs verringert sich auch das Risiko von Moosbildung.

    Es sind verschiedene Düngerarten erhältlich. Man kann diese in zwei Hauptgruppen unterteilen: organischer Dünger und Kunstdünger. Kunstdünger ist preiswerter als organischer Dünger und enthält alle Mineralien, die der Rasen braucht. Organischer Dünger enthält ausschließlich natürliche Nährstoffe und wirkt länger als Kunstdünger. Beachten Sie, dass die meisten Dünger Substanzen enthalten, die für Kinder und Haustiere schädlich sind. Deshalb sollten Sie Kinder und Haustiere möglichst einige Tage vom Rasen fernhalten, bis der Dünger in den Boden eingedrungen ist. Befolgen Sie stets die Anweisungen auf der Produktverpackung.

  10. Verhindern von Moosbildung im Rasen

    Vorbeugen ist immer besser als heilen. Schon ein paar Extras bei der Routinepflege können die Moosbildung eindämmen.

    Entfernen Sie unbedingt regelmäßig Laub, Gartenabfälle und andere Dinge von Ihrem Rasen. Dann wird das Gras besser mit Sauerstoff versorgt, und die feuchte, schattige Umgebung, die Moos so sehr mag, wird zerstört.

    Mähen Sie den Rasen regelmäßig (während der Wachstumsperiode mindestens einmal pro Woche), schneiden Sie ihn aber nicht zu kurz. Bei einem Zierrasen oder wenn der Rasen am Tag lange im Schatten liegt, stellen Sie die Schnitthöhe auf 2–3 cm ein. Wenn der Rasen eher zum Spielen für Kinder oder Haustiere genutzt wird, können Sie ihn ein weniger länger wachsen lassen. Stellen Sie hier die Schnitthöhe auf 4–5 cm ein.

    Wenn Sie Ihren Rasen jedes Jahr zu Beginn und in der Mitte des Winters mit Kalk düngen, sinkt der pH-Wert des Bodens nicht zu stark ab. Nehmen Sie vorab eine Bodenprobe, um den pH-Wert festzustellen.

    Moos wächst gerne im Schatten. Wenn Büsche oder Bäumen Schatten auf Ihren Rasen werfen, sollten Sie diese ein wenig stärker beschneiden, damit mehr Sonnenlicht auf den Rasen fällt.

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