Garten winterfest machen

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Sicher wissen Sie, dass Sie Ihren Garten vor Einbruch der kalten Jahreszeit winterfest machen müssen. Im Folgenden erfahren Sie, warum – und wie – Sie das tun sollten. So können Sie Ihren Garten möglichst effizient winterfest machen.
  1. Warum sollten Sie Ihren Garten winterfest machen?

    Wussten Sie, dass Sie bereits im Herbst dafür sorgen können, dass Ihr Garten im nächsten Frühjahr sauber und gepflegt ist? Sie sollten das noch vor dem Wintereinbruch erledigen. So sparen Sie sich im Frühjahr viel zusätzliche Arbeit und gewährleisten, dass Ihr Garten wunderschön wächst und gedeiht. Auch die Gefahr von Frostschäden im Winter können Sie auf ein Mindestmaß reduzieren oder sogar ganz ausschalten.

  2. Wann sollten Sie Ihren Garten winterfest machen?

    Sie brauchen Ihren Garten nicht an nur einem Wochenende winterfest zu machen. Wenn Sie es geschickt angehen, können Sie die Arbeit auf mehrere Wochen verteilen. Der Garten muss vor dem Frosteinbruch fertig sein. Bodenfrost kann ziemlichen Schaden anrichten. Um das zu verhindern, sollten Sie nicht im Garten arbeiten, wenn tagsüber Minusgrade herrschen.

    Der Oktober ist die ideale Zeit, um den Garten winterfest zu machen. Behalten Sie auf jeden Fall immer das Thermometer im Blick.

  3. Laub

    Befreien Sie Ihren Rasen regelmäßig von Laub, damit er grün und gut belüftet bleibt. So halten Sie die Moosbildung gering. Mit einem Laubbläser ist das schnell erledigt. Damit blasen Sie Laub und Zweige zusammen. Je nach Modell können Sie die Gartenfälle mit einem Laubbläser auch aufsaugen und mulchen. Den Inhalt des Fangsacks können Sie dann problemlos entsorgen.

    Vor dem Winter brauchen Sie das Laub in den Kanten und unter der Hecke nicht zu beseitigen. Sie bilden eine Schutzschicht vor Frost für die Wurzeln. Prüfen Sie aber, ob die Blätter mit Pilzen oder Bakterien befallen sind. Wenn das der Fall ist, beseitigen Sie diese sofort, um die Verbreitung von Schimmel und Krankheiten gering zu halten.

  4. Gras

    Sie können den Rasen so lange im Jahr mähen, bis er sein Wachstum einstellt. Das letzte Mal im Jahr muss der Rasen gegen Ende Oktober gemäht werden. Sie sollten ihn auf ca. 4 cm kürzen.

    Mit einem speziellen Vertikutierer oder Rasenlüfter lässt sich ganz problemlos Moos aus dem Rasen entfernen. Rechen Sie dann einfach das Moos zusammen, und entsorgen Sie es anschließend. Um den ph-Wert des Bodens zu erhöhen und die Moosbildung zu bekämpfen, können Sie auch Kalk auf dem Rasen verteilen. Vorab sollten Sie eine Bodenprobe entnehmen, um zu sehen, ob es notwendig ist. Vor dem Winter können Sie rund 6 Wochen nach der Kalkdüngung noch letztmalig Dünger auf den Rasen geben. Damit schützen Sie ihn zusätzlich vor Krankheitsbefall, das Gras erholt sich schneller, und Sie bekommen einen gesünderen, grüneren Rasen. Durch den dichteren Graswuchs verringert sich auch das Risiko von Moosbildung. Falls notwendig, können Sie auch im Winter Kalk verteilen. Das geht sogar noch, wenn Schnee liegt. Der Kalk dringt in den Boden ein, wenn der Schnee schmilzt.

  5. TIPP!

    Tipp: Im Winter sollten Sie den Rasen möglichst nicht betreten, besonders bei Frost. Das Gras könnte sonst Schaden nehmen, mit der Folge hässlicher Flecken.

  6. Pflanzen und Frost

    Besonders wichtig ist es, dass Sie sich gut um die Pflanzen kümmern,wenn Sie Ihren Garten winterfest machen. Manche Pflanzen sind sehr frostempfindlich, andere wiederum sind immergrün.

    Frostempfindliche Pflanzen
    Frostempfindliche Pflanzen gehen schnell ein, wenn nasser Boden gefriert. Achten Sie deshalb darauf, dass diese Pflanzen an einer durchlässigen Stelle eingesetzt werden. Sie sollten diese Pflanzen nach Möglichkeit in einen Topf pflanzen, um sie problemlos nach drinnen stellen zu können, beispielsweise in den Geräteschuppen, wenn die Temperaturen unter null Grad fallen.

    Topfpflanzen
    Topfpflanzen sind frostanfälliger als Pflanzen im Erdboden. Ihre Wurzeln erfrieren aufgrund der Topfwände schneller. Schützen Sie Topfpflanzen, indem Sie die Töpfe in Luftpolsterfolie einwickeln. Stechen Sie die Folie an der Unterseite an, damit Regenwasser abfließen kann. Wenn der Frost anhält oder schlimmer wird, stellen Sie Topfpflanzen am besten nach drinnen– beispielsweise in einen Geräteschuppen oder in eine Garage.

    Immergrüne Pflanzen
    In der Regel brauchen Pflanzen, die das ganze Jahr über grün sind, nicht geschützt zu werden. Wenn die Temperaturen auch tagsüber unter dem Gefrierpunkt bleiben, sollten immergrüne Pflanzen ebenfalls vor Frost geschützt werden. Sie können diese in ein Gartenvlies einwickeln – alte Decken, Handtücher oder Sackleinengewebe tun es aber auch. Verwenden Sie unbedingt leichtes Material, damit die Pflanze atmen kann und sich weder Schimmel noch Fäulnis bilden. Sobald der Frost vorbei ist, können Sie den Schutz wieder entfernen.

    Winterharte Gewächse
    Winterharte Gewächse können sich selbst vor Winterwetter schützen. Manche werfen dazu ihre Blätter ab, andere lassen alles, was oberirdisch wächst, absterben. Im Erdboden sind ihre Wurzeln geschützt. Beachten Sie, dass winterharte Topfgewächse ebenfalls durch Frost Schaden nehmen können. Im Winter müssen sie deshalb zusätzlich geschützt werden.

  7. Schneiden vor dem Winter

    Einige Pflanzen und Bäume müssen vor dem Winter geschnitten werden. In der Regel können Weinstöcke, Ahorn, Birken, Weißbuchen, Lavendel und Hortensien, die aus im Herbst angelegten Knospen blühen, vor dem Winter geschnitten werden. Dagegen sollten andere Obst- und Nadelbäume, Rosen und Kletterpflanzen nicht geschnitten werden. Achten Sie immer darauf, welche Pflanzen und Bäume in dieser Jahreszeit geschnitten werden können und welche nicht.

  8. Pflanzen von Zwiebeln

    Sie können Zwiebeln noch vor dem Winter im Garten einpflanzen, damit Sie sich im Frühjahr an schönen bunten Blumen erfreuen können. Narzissen, Tulpen, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen und Krokusse sind dafür zu empfehlen. Diese Blumen verleihen Ihrem Garten bei Frühlingsanbruch viel Farbe.

    Lockern Sie das Erdreich mit einer Handschaufel auf. Formen Sie dann im Boden ein Loch in der Größe der Zwiebel, die Sie einpflanzen möchten. Es sollte doppelt so tief sein, wie ihr Durchmesser. Setzen Sie eine oder mehrere Zwiebeln in das Loch, und verschließen Sie dieses mit Erde. Gießen Sie die Zwiebeln nach dem Einpflanzen, damit sie gut gedeihen.

  9. Teiche

    Auch um ihren Teich müssen Sie sich vor dem Winter und während des Winters gut kümmern. Am wichtigsten ist es, den Teich eisfrei zu halten. Wenn ein Teich nicht allzu tief ist und längere Zeit einfriert, können die Fische im Eis eingeschlossen werden. Durch die Eisschicht können die vom Teich abgegebenen Sumpfgase nicht entweichen.

    Wenn Ihre Teichwände aus Beton oder Ziegeln bestehen, was bei erhöhten Teichen oft der Fall ist, können die Teichwände durch das Eis Schaden nehmen. Pumpen Sie in diesem Fall das Wasser lieber ab, beispielsweise mit einer Tauchpumpe. Verwenden Sie unbedingt eine Pumpe, die für Schmutzwasser geeignet ist. Belassen Sie mindestens 50 cm Wasser im Teich, wenn dort Flora oder Fauna beheimatet ist.

  10. Wasserhähne im Freien und Gartenschläuche

    Sie sollten die Wasserversorgung absperren, damit Wasserhähne im Freien und Wasserrohre nicht einfrieren. Öffnen Sie dann den Hahn, damit das restliche Wasser ablaufen kann. Wasserhähne in Gartenschuppen und Gartenhäusern können im Winter ebenfalls einfrieren. Sie sollten deshalb alle Hähne überprüfen.

    Denken Sie auch an den Gartenschlauch. Wenn Wasser im Gartenschlauch verbleibt und gefriert, dehnt es sich aus und kann Risse im Schlauch hervorrufen. Lassen Sie deshalb sämtliches Restwasser aus dem Schlauch ablaufen, bevor Sie ihn verstauen.

  11. Steingut

    Steingut ist frostanfällig und kann Risse bilden, wenn keine Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Stellen Sie Pflanzentöpfe, Vasen, Aschenbecher und anderes Steingut in einen Unterstand. So wird gewährleistet, dass das Wasser abläuft und sich bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt keine Risse bilden.

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